Haben Sie sich schon immer gefragt, wie eine Nachtstromspeicherheizung funktioniert? Wir erklären häufige Begriffe einfach und unkompliziert!

Blockheizkraftwerk (BHKW)

Eine Anlage zur gemeinsamen Bereitstellung von Wärme und Strom. Als Brennstoff kommen Gas, Öl und feste Brennstoffe zum Einsatz. Üblicherweise werden BHKW-Anlagen im Leistungsbereich bis 10 MW (elektrische Leistung) eingesetzt. Sie verwenden Technologien wie Verbrennungsmotoren, Brennstoffzellen oder kleine Gasturbinen, deren nutzbare Abwärme direkt in einem Wohn- Gewerbe- oder Industrieobjekt eingesetzt oder in ein Wärmenetz eingespeist wird.

Brennstoffzelle

Technologie zur dezentralen Energieerzeugung. In Brennstoffzellen wird über eine chemische Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff direkt elektrische Energie erzeugt. Die Größe und damit die Leistung der Brennstoffzelle ist sehr variabel, sie können für die elektrische Versorgung von Kleingeräten bis hin zum elektrischen Antrieb von Kraftfahrzeugen eingesetzt werden.

Dampfturbine

In einer Dampfturbine treibt unter hohem Druck stehender heißer Wasserdampf das Schaufelrad der Turbine an. Die im Dampf gespeicherte Energie wird in Bewegungsenergie der rotierenden Turbine umgewandelt. Beim Durchströmen der Turbine entspannt sich der Dampf, sein Druck und seine Temperatur nehmen ab, sein Volumen vergrößert sich. Bei der technischen Ausführung von Dampfturbinen werden mehrere Turbinenstufen hintereinander gekoppelt und bilden den Hoch-, Mittel- und Niederdruckteil. Die Laufräder moderner Dampfturbinen bestehen im Wesentlichen aus vielen propellerartigen Schaufelblättern, zwischen denen starre Leiträder dafür sorgen, dass der heiße Dampf jeweils im günstigsten Anströmwinkel auf die Laufschaufeln des Läufers geleitet werden. Strömt der heiße Dampf in die Turbine, so breitet er sich in Richtung des geringsten Drucks aus.

Elektrospeicherheizung

Heizanlage in der vor allem in der Niedertarif-Zeit Speichermedien wie Wasser, Öl oder spezielle Steinarten durch elektrische Widerstandsheizung erwärmt werden. Bei der Stromerzeugung entstehen hohe Umwandlungsverluste und Schadstoffemissionen. Von der eingesetzten Primärenergie gehen ca. 65% bereits im Kraftwerk als Abwärme verloren. Häufig sind ältere Elektrospeicherheizungen mit Asbestplatten versehen, die Asbestbelastungen zur Folge haben können.

Fernwärme

Fernwärme ist eine leitungsgebundene Energie zur Wärmeversorgung von Kunden und wird über Wärmeverteilnetze zugeführt. Die Wärme wird zentral in einem Heizkraftwerk oder Heizwerk erzeugt und über das Energiemedium Heizwasser oder Dampf übertragen. Fernwärme dient zur Raumheizung, Wassererwärmung oder als Prozesswärme für Produktionszwecke. Da beim Verteilen hohe Verluste auftreten, muss Fernwärme verbrauchernah erzeugt werden. Bei sehr geringer Entfernung spricht man von Nahwärme.

Nachtstromspeicherheizung

Heizsystem, bei dem die Energiezufuhr und die Wärmeabgabe zu verschiedenen Zeiten erfolgen und in der Zwischenzeit die Heizenergie in meist thermischer Form gespeichert wird. Die Energiezufuhr erfolgt bei einer Nachtstromspeicherheizung in der Nacht und es wird dann für den Tagesbedarf gespeichert. Da der Strombedarf in den Nachtstunden geringer ist als am Tage, können für den Strombedarf der Nachtspeicherheizungen spezielle günstige Tarife in Anspruch genommen werden.

Wärmepumpe

Wärmepumpen sind technische Energiesysteme, die in einem Kreislaufprozess Wärme von einem niedrigen auf ein höheres Temperaturniveau heben ("pumpen"). Sie nutzen das Grundwasser, das Erdreich oder die Luft als Wärmequelle, entziehen dem jeweiligen Medium Energie und führen diese nach dem umgekehrten Prinzip des Kühlschrankes einem Heizkreislauf zu.
Wärmepumpen sind in der Regel klein und kompakt und gut in Konzepte der Wohnungsbelüftung mit Wärmerückgewinnung einzubinden. Moderne Wärmepumpensysteme gewinnen ihre Wärme zumeist mit Erdsonden oder Erdkollektoren und sind an eine Niedertemperatur-Flächenheizung (z. Bsp. Fußbodenheizung) angeschlossen.

Allgemeiner Tarif

Allgemeine Tarife sind öffentlich bekannt gegebene Preisstellungen von Stromversorgungsunternehmen für Haushalte sowie gewerbliche Betriebe. Das Energiewirtschaftsgesetz räumt jedermann den Anspruch auf Belieferung mit elektrischer Energie zu diesen Tarifen aus dem Niederspannungsnetz ein.

Allgemeine Versorgungsbedingungen

Energieversorgungsunternehmen haben für die Gebiete, in denen sie die allgemeine Versorgung von Letztverbrauchern durchführen, sogenannte Allgemeine Bedingungen und Allgemeine Tarife für Versorgung in Niederspannung (oder Niederdruck bei der Gasversorgung) öffentlich bekannt gegeben und zu diesen Bedingungen und Tarifen jedermann an ihre Versorgungsnetze anzuschließen und zu versorgen.

Anschlusskostenbeitrag

Der (Haus-)Anschlusskostenbeitrag wird vom Kunden für die Errichtung oder Erweiterung seines Netzanschlusses an den Netzbetreiber gezahlt. Neben dem Anschlusskostenbeitrag gibt es den Baukostenzuschuss, der die Kosten des vorgelagerten Netzes deckt.

Arbeitspreis (verbrauchsabhängig)

Dies ist das Entgelt je verbrauchter Einheit an elektrischer Arbeit in Euro pro Kilowattstunde (EUR/kWh). Das gesamte Arbeitsentgelt ergibt sich aus der verbrauchten Energie multipliziert mit dem Arbeitspreis.

Baukostenzuschuss (BKZ)

Der BKZ ist der vom Anschlussnehmer einmalig zu übernehmende Anteil an den Investitionskosten für die Errichtung (Neuanschluss), Erweiterung und/oder Verstärkung (Leistungserhöhung) von Verteilungsanlagen.

Grundpreis (verbrauchsunabhängig)

Der Grundpreis dient dazu die Kosten für die Lieferbereitschaft, die Messeinrichtung (Zähler und Zubehör), die Verbrauchsmessung (Ablesung) sowie die Rechnungsstellung und das Inkasso abzudecken. Es wird pro Monat oder Jahr, zumeist aber taggenau abgerechnet. Der Bereitstellungspreis ergibt sich aus den Kosten der Bereitstellung des elektrischen Stromes für den Verbraucher, der Verrechnungspreis wird aus der Art des Stromzählers und des weiteren Zubehörs des Stromversorgers an der Übergabestelle an den Endverbraucher ermittelt.

Leistungspreis

Der Leistungspreis ist das Entgelt je Einheit der vertraglich abzurechnenden Leistung (z. Bsp. €/kW * Jahr) für eine bestimmte Zeitspanne, üblicherweise ein Kalenderjahr.

Netzanschluss / Netznutzung

Jeder Kunde muss mit dem Netzbetreiber einen Energieliefervertrag, einen Netzanschlussvertrag und einen Netznutzungsvertrag abschließen.
Der Netzanschlussvertrag regelt die Einzelheiten der Errichtung und des Gebrauchs des unmittelbaren Anschlusses des Kunden an das öffentliche Netz. Vertragspartner ist der Anschlussnehmer, in der Regel der Grundstückseigentümer oder der Mieter / Pächter. Er ist vom Netznutzungsvertrag zu unterscheiden.
Im Netznutzungsvertrag sind das Netznutzungsentgelt und alle technischen und sonstigen Bedingungen der Netznutzung geregelt, die nicht im Netzanschlussvertrag vereinbart werden.